Blog Articles by Octavius

    Transparenz oder das Spiel mit dem Untergrund


    Die Alten Meister kannten viele Tricks um die größtmögliche Wirkung aus ihren Bildern zu holen. Einer davon war, den farbigen Untergrund nicht komplett zu überdecken. Dabei werden die Schattenbereiche im Bild sehr transparent gemalt, stellenweise auch weggelassen, nur in Teilen gemalt oder ausgekratzt. In diesen Stellen kann man tief ins Bild und damit in den Aufbau blicken.

    Die hellen Bereiche werden dagegen eher deckend gemalt. Hier sieht man nichts mehr vom Untergrund oder dem Bildaufbau.

    In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war diese Art zu malen sehr verbreitet. Man sieht es gut bei den großen Malern dieser Zeit wie Rembrandt, Caravaggio, Rubens, van Dyck. Aber auch Maler späterer Epochen, die sich an den Alten Meistern orientierten, bedienten sich dieser Malweise. Dazu zählen u.a., Caspar David Friedrich und Arnold Böcklin.



    Rembrandt van Rijn:

    An dem Beispiel von Rembrandts Selbstportrait sieht man an den markierten Stellen

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