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Octavius
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Der die Farbe reibt

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Malprojekt "Dünenlandschaft" für Öl und Acryl
10. Jun 2019 um 21:33
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Malprojekt Dünenlandschaft für Öl und Acryl

Unser Malprojekt starten wir mit einer Dünenlandschaft der niederländischen Malers Jan Josephszoon van Goyen. Er lebte von 1596 – 1656 und war Teil einer spannenden Zeit des Umbruchs der Malerei. 

Die Maler des niederländischen Nordens erhielten durch den Wechsel zum Protestantismus und dem Krieg mit Spanien keine kirchlichen Aufträge mehr. Die Kirche war immerhin der Hauptauftraggeber und für viele daher eine sichere Lebensgrundlage. Da diese Einnahmequelle wegfiel, fingen sie an, für den freien Markt zu malen. Daraus entwickelten sich eine Vielzahl von Genres und eine große Spezialisierung. In van Goyens Zeit war Holland der wohl innovativste Ort für Maler. Stillleben, Landschaftsgemälde, Darstellungen des einfachen Volkes und vor allem das Weglassen von biblischen Themen und konfessionellen Überhöhungen gehen nicht zuletzt darauf zurück.

Zu dieser Zeit waren noch Holztafeln als Malgrund sehr gefragt und wurden erst langsam von Leinwänden verdrängt. Zumeist wurde Eiche genommen, weil es gut verfügbar und sehr haltbar war.

Die Holztafeln wurden nach dem Zuschneiden und Schleifen vorgeleimt. Leim wurden u.a. aus Fellresten und Häuten hergestellt. 
Bei Bilduntersuchungen von Gemälden aus dieser Zeit kann man zwar Protein identifizieren, jedoch dieses nicht eindeutig einem Tier zuordnen. Man weiß aber aus Schriften, dass von Ziegen bis hin zu Fischen alles zu Leim gemacht und verwendet wurde.
Heute bekommt man noch Hasenleim, der aus Kaninchenfellresten gewonnen wird.

Diese Vorleimung wurde mit Bimsstein geglättet und geschliffen. Anschließend wurde die Grundierung aufgetragen.
Die Grundierung war oft nur ein-, manchmal auch zweiteilig und bestand aus einem Füllstoff, Farbpigmenten und Öl. Man könnte auch sagen, es war eine minderwertige Ölfarbe, die aufgetragen wurde. 
Als Füllstoff wurde Kreide verwendet. Aber auch günstige Erdfarben haben außer der Färbung ihren Zweck als Füllung. Die Grundierung enthielt zudem meist noch Bleiweiß.

In aller Regel wurde auf einer farbigen Grundierung gemalt. Hier scheint es so, als wäre sie ockerfarben gewesen.

Das Originalbild ist auf einer Eichenholztafel gemalt und misst 29x51 cm.

Finde es immer sehr lehrreich, bei Kopien in Originalgröße zu malen. Hier kann man gut das Standartmaß 30x50 nehmen.

Am Farben brauchen wir natürlich ein 
Weiß, Titan- oder besser Zinkweiß
Kobaltblau oder/und Ultramarin für den Himmel
Saft- oder Erdgrün
Erdtöne (Umbra, Siena, Ocker)
Van Dyckbraun und/oder (Elfen-) Beinschwarz

Malmittel nimmt jeder sein erprobtes, das gilt auch für die Pinsel. 

Die detaillierteste Aufnahme fand ich auf dieser Seite:
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Ansonsten verwende ich noch die Vorlagen hier:
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Man sieht schön, auf jedem Bild ergibt sich durch mehr oder weniger Farbe eine andere Stimmung.
Das Original befindet sich in den Staatlichen Museen zu Berlin. Kommt jemand von uns zufällig die Tage dort hin?

Hier nochmal ein Bild vom Original (dieses Werk ist gemeinfrei, da seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist). 

So dann, ran ans Material besorgen, mitmalen darf jeder! Völlig egal ob blutiger Anfänger oder Erfahrener, ihr seid alle dabei herzlich willkommen und eingeladen. Ihr müsst euch nur in der Kunstburg anmelden und schon seid ihr dabei! smilieb8
  
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